Welche Konfliktfälle sind für die Mediation geeignet – Beispiele

Ob in der Firma oder in der Familie – Konflikte können überall auftreten.
Nachfolgend mögliche Konfliktfälle, geeignet für die Mediation

Generationenwechsel in einem Unternehmen:
Ein Unternehmen soll an die nächste Generation weitergegeben werden. Der Senior möchte zwar die Verantwortung abgeben, aber nicht sein Mitspracherecht. Der Junior hingegen, möchte nicht nur die Verantwortung, sondern auch seine Ideen umsetzen und empfindet die Zusammenarbeit mit dem Senior als belastend.

Hier kann die Mediation ein wirksames Mittel sein, die Interessen beider Parteien so anzugleichen, dass die Firma wieder mit Engagement geführt wird.

Verteilung der Güter eines Erbes:
Ein Erbe muss geteilt werden. Darüber kommt es zum Streit, weil persönliche Gegenstände wie ein wertvolles Möbelstück oder ein Schmuckstück nicht immer halbiert, gedrittelt oder gevierteilt werden können.

Weil die rechtliche Klärung oft schwierig ist und lange dauert, bietet sich die Mediation als optimales Verfahren an, dass zu einer schnellen und pietätvollen Lösung beiträgt.








 
Eine Mini-Mediation:

Im Supermarkt treffen nachmittags zwei Frauen aufeinander und möchten beide die letzte, noch verbliebene Orange kaufen. Sie geraten darüber in Streit, wer die Orange nehmen darf. Der Filialleiter, ein ausgebildeter Mediator, wird gerufen und die Damen erwarteten nun von Ihm die Entscheidung, wer die Orange mitnehmen darf. Zunächst fragt er die eine Frau: Wozu benötigen Sie die Orange? Sie sagt: Ich will mir, wie jeden Abend ein frisches Glas Orangensaft pressen! Die Andere antwortet auf die gleiche Frage: Ich benötige die Orangenschale noch heute zum Kuchenbacken. Da sagt die andere Frau: Die Schale können Sie gerne haben! Gut, dann einigen wir uns darauf, ich bekomme die Schale und Sie den Rest!.

Dann gratuliere ich Ihnen zu dieser guten Einigung und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend, sagt der Filialleiter und geht wieder.

Haben Sie es gemerkt? Die Mediation konnte hier zu einer raschen und für beide Seiten guten Einigung beitragen, weil die Lösung in der Klärung der jeweiligen Interessen lag. Eine Entscheidung wurde dabei nicht vom Mediator gefällt.
Dieser beschränkt sich nur auf die Rolle des neutralen, allparteilichen Moderators.